Psychosomatik

Beschäftigt sich in einer ganzheitlichen, psycho-somatischen Betrachtung der seelischen (psychischen) und körperlichen (somatischen) Verfassung des Patienten/der Patientin. Es handelt sich um eine bio-psycho-soziale Sichtweise der Medizin, die sowohl auf seelische als auch auf körperliche Erkrankungen, aber auch auf die Wechselbeziehung zwischen beiden angewendet wird. Somit geht es um krankhafte Störungen der Wahrnehmung, des Verhaltens, der Erlebnisverarbeitung, der sozialen Beziehungen und der Körperfunktionen. Hierzu gehört auch, dass teilweise oder gänzlich die willentliche Steuerung durch die Betroffenen nicht mehr oder nur zum Teil möglich ist. Krankhafte Beeinträchtigungen können sowohl durch seelische, als auch durch körperliche Faktoren verursacht werden, sie werden deshalb sowohl in seelischen, als auch in körperlichen Symptomen und in krankhaften Verhaltensweisen erkennbar, denen aktuelle Beeinträchtigungen des seelischen Geschehens, aber auch krankhafte Veränderungen seelischer Strukturen zu Grunde liegen können. Schwerpunkte sind unter anderem Angst-Erkrankungen und Depressionen, somatoforme Störungen, Belastungsstörungen nach traumatischen Erlebnissen, Essstörungen, sexuelle Störungen und das große Gebiet der somatopsychischen Bewältigungsstörungen.

 

Dr. med. Wolfgang Gudden